Wie Essen die Religion ersetzt

Ein wunderbarer Artikel, der dem Zeitgefühl Vegan & Co auf den Zahn fühlt.
Ein kleines Zitat:

Das Prinzip vom Essen als Sünde oder Tugend sitzt uns fest in den Knochen, nimmt in der heutigen Zeit aber neue Formen an. Sündig ist nun, was (angeblich) dick, krank und schlapp macht oder der Umwelt und anderen Lebewesen schadet.

Das Bewusstsein dafür ist so ausgeprägt, dass einem fast jeder Bissen im Hals stecken bleiben kann: „Einmal ist er zu fett, dann potenziell allergen. Einmal lässt er die heimischen Bauern zu wenig verdienen, dann trägt er zum ökologischen und sozialen Elend in der Dritten Welt bei, ein andermal zur Überfischung der Meere oder zur Tierquälerei bei. Es gibt fast nichts mehr, das man einfach genießen kann“, meint Hanni Rützler. „Wenn man das als Imperativ des alltäglichen Handelns und Entscheidens nimmt, ist man als Konsument nicht nur völlig überfordert; man fühlt sich auch ständig schuldig. Das erinnert mich sehr an katholisches Denken: Man ist immer schuldig, immer fehlerhaft, immer unzureichend. Und man muss Abbitte leisten durch Verzicht.“

 

Wie Essen die Religion ersetzt

 

Passend dazu haben Quarks & Caspers eine Folge über Abnehmen und ‚Entschlacken‘ gedreht und dabei ordentlich mit dem esoterischem Schrott aufgeräumt. Sehr interessant!

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